Fluss als Symbol für den Fluss des Lebens

Leben im Wandel – Erkennen Sie die Phasen der Veränderung

Wir befinden uns in Zeiten größter globaler Veränderungen. Seit ein paar Wochen hat der Virus Covid-19 unser gesamtes Leben auf den Kopf gestellt – und dies weltweit. Wir stecken mittendrin in der Corona-Krise, und so wie wir uns als Gesellschaft auf diese Herausforderung nun einstellen, so bedeutet dies auch tiefgreifende Veränderungen für viele einzelne von uns.

Treten schwerwiegende Veränderungen in unser Leben – egal welcher Art – dann brauchen wir Zeit, diese Veränderungen zu verarbeiten. Und diese Verarbeitung erfolgt häufig in verschiedenen Phasen bzw. Entwicklungsstufen.

Nehmen wir das Beispiel der Natur: Die Natur zeigt uns, dass der Fluss des Lebens voller Übergänge ist. Natur ist Veränderung pur, wir sehen in den Jahreszeiten ihren Rhythmus. Um Veränderungen leichter annehmen zu können, hilft es zu wissen, dass auch sie sich häufig in den gerade angesprochenen Phasen entfalten. Ein Verständnis dieser Entwicklungsstufen hilft darauf zu vertrauen, dass wir uns z. B. von einem anfänglichen Gefühl des Schocks, Lähmung bzw. der Ohnmacht hin entwickeln können zu einer Bewältigung der Krise und zu einem Neuanfang.

Diese Entwicklungsschritte müssen nicht in der nun beschriebenen Reihenfolge ablaufen, sie können auch gleichzeitig auftreten oder übersprungen werden. Ich möchte hier nur eine grobe Orientierung geben.

Phasen der Veränderung

Innerhalb dieses Phasenmodells ist es häufig so, dass wir bereits eine Vorahnung haben, dass sich schwerwiegende Veränderungen ankündigen. Wir spüren, dass in unserem Leben gewaltig etwas schiefläuft, versuchen aber, dieses leise nagende Gefühl der Unsicherheit und Schwere zu unterdrücken, es nicht an die Oberfläche kommen zu lassen.

Treffen die Veränderungen ein, reagieren wir mit Schock, Ohnmacht, dem Gefühl der Ausweglosigkeit. Alte biologische Muster (Flucht, sich Tot stellen) werden aktiviert, wir fühlen uns wie gelähmt. „Das kann nicht wahr sein, das ist ein Albtraum“, denken wir.

Im weiteren Verlauf verleugnen wir rational und emotional die Entwicklungen, verdrängen sie und wehren sie ab. Wir wollen unser Leben so schnell wie möglich wieder in den Griff bekommen, unsere emotionale Stabilität wiederherstellen. Wir klammern uns mit aller Macht an die alte Realität, um uns dann – nach und nach – der neuen Wirklichkeit anzunähern, das Problem an sich zu erkennen.

In dieser Phase können wir das Problem allerdings nur vom Verstand her annehmen. Unsere Gefühle wehren wir immer noch ab. Wir konstruieren Geschichten um die Geschehnisse und versuchen, mit unseren gewohnten Verhaltensweisen und Denkmustern zu handeln. Wir wollen die neue Wirklichkeit mit alten Mustern gestalten.

In der nun folgenden Phase stellen wir uns nun nach und nach auch emotional auf das Erlebte ein. Zunächst verdrängen wir noch unsere Ohnmacht, den Zorn, die Wut und den Schmerz. Wir wollen diese Gefühle nicht fühlen müssen, wir versuchen sie mit aller Macht aussen vor zu halten.

Doch allmählich lassen wir uns auf unsere Gefühle ein. Wir durchleben unsere schmerzhaften und belastenden Emotionen. Durch das bewusste Durchfühlen können wir diese Gefühle nach und nach annehmen. Sie helfen uns, uns vom Vergangenen zu lösen, den erfahrenen Verlust als Teil unseres Lebens zu akzeptieren. Dies öffnet den Weg für neuen Mut, für ein Ausprobieren neuer Strategien und eine Integration des Erlebten in unserer neues Selbstbild.

Mein Leben nahm ebenfalls ein paar tiefgreifende Veränderungen. Ich kenne die Gefühle der Unsicherheit, Angst und tiefen Traurigkeit und ich kann mich gut in Sie hineinfühlen. Gleichzeitig glaube ich fest daran, dass unsere Lebenskrisen immer wieder Neuanfänge bedeuten und uns die Chance geben auf ein Leben, das jetzt besser zu uns passt.

Mit viel Herz, Optimismus, Lösungsorientiertheit, tiefem Einfühlungsvermögen und den Methoden der humanistischen Psychotherapie unterstütze ich Sie in Ihren Veränderungsprozessen.

Rufen Sie mich an oder schreiben mir eine Email und wir vereinbaren einen kurzfristigen Beratungstermin.

Herzlichst,

Ihre Anna Kötting

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