Blog zu dem Thema, dass auch kleine Veränderungen herausfordernd sein können

Auch kleine Veränderungen können herausfordernd sein

Ich möchte mir mit Ihnen kurz bewusst zu machen, dass Veränderungen – egal welcher Art – eine Anpassungsleistung unseres gesamten Systems (damit meine ich unseren Körper, Geist und Seele) erfordern und es Zeit braucht (bzw. brauchen darf), sie zu integrieren.

Dies betrifft vor allem größere Veränderungen, wie bspw. ein Umzug in eine andere Stadt/Land, eine Trennung, der Verlust eines uns nahestehenden Menschen, Berufswechsel, der Auszug der eigenen Kinder oder auch der Eintritt ins “Rentenalter” etc. …

Bei jeder Veränderung brauchen wir Zeit, uns umzustellen und auf neue Situationen einzulassen. Unsere Gesamtheit von Körper, Geist und Seele muss sich an Veränderungen anpassen. Wir bezeichnen dies als Anpassungsleistung. Je nach Relevanz der Veränderung für uns, verarbeiten wir sie meist in Phasen bzw. Entwicklungsstufen, in denen wir eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Gefühlen, Denkmustern und Verhaltensweisen durchlaufen. Und wie gesagt, dafür brauchen wir als allererstes einmal Zeit. Zeit, diese Veränderungen zu bewältigen. (Wenn Sie mögen, lesen Sie gerne meinen Blog „Phasen der Veränderung“ )

Doch auch kleinere Veränderungen, egal ob positiv oder negativ für uns, können herausfordernd sein. Oft nehmen wir sie gar nicht als “Veränderung” wahr.

Aber vielleicht kennen Sie das auch? Sie freuen sich irre lang auf Ihren Urlaub und können es kaum erwarten, Ihren Alltag für eine kurze Zeit hinter sich zu lassen. Doch am Urlaubsort angekommen, ist von Ihrer Freude darüber, endlich die freie Zeit zu erleben, zu entspannen und die wenigen Urlaubstage in vollen Zügen zu genießen, nicht viel zu spüren. Ganz im Gegenteil. Sie fühlen sich vielleicht fremd, innerlich unruhig, wohlmöglich sogar niedergeschlagen oder deprimiert und unzufrieden darüber, dass Sie diese kostbaren Tage am Anfang so gar nicht genießen können.

Oder vielleicht kennen Sie auch das Gefühl, dass Sie sich wie “umstellen” müssen, von Ihrer Urlaubszeit zurück in Ihren Alltag, oder von einer arbeitsreichen Woche ins Wochenende, oder von einem Wochenends-Sonntag auf den Montag.

Oder dass Sie sich erstmal wieder an Ihre Familie gewöhnen müssen, wenn Sie sie besuchen und sich das Miteinander zu Anfang immer wieder holprig, fremd oder anstrengend (oder wie Sie das für sich formulieren würden) anfühlt.

Wie meistens, möchte ich uns gemeinsam erinnern, dass wir geduldiger, wohlwollender und liebevoller auf uns blicken. Und heute möchte ich ein wenig Bewusstsein dafür schaffen, dass unser System auch bei kleineren Wechseln Zeit brauchen darf, sich neu zu gewöhnen und einzustellen. Auf den Ort, die Situation und auch die Menschen …. Und dass dabei jegliches Gefühl von Unwohlsein, Deprimiertheit, Sorge, Widerstand (oder was auch immer) da sein darf. Ich stelle mir die Gefühle gerne wie kurze Begleiter vor, die auch wieder gehen, wenn ich mich an eine neue Situation gewöhnt habe.

In diesem Bewusstsein  sage ich auf bald wieder,

Ihre Anna Kötting

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