Achtsamkeit im Beruf

Achtsamkeit: 4 einfache Tipps für ein bewusstes Arbeiten

„Kind, jetzt konzentrier Dich!“.
Diesen Satz hörte ich oft von meinem Vater, wenn er mich dabei ertappte, wie ich vom Schreibtisch aus die Nachbarskinder in den angrenzenden Gärten beobachtete oder kleine Bildchen in die Ecken meiner Schulhefte malte. Und Heute?

Heute sage ich das Gleiche zu meinen beiden Töchtern. Ich beobachte sie, wie sie unruhig über ihren Hausaufgaben sitzen und ich frage mich, was sie davon abhält, ihre Tätigkeit einfach zu beenden. 

Konzentration? Gar nicht so einfach!

Aber mal ehrlich: Schaffen Sie es, in Ruhe mehrere Stunden konzentriert vor einer Arbeit zu sitzen?

Mir fällt das schwer. Auch in diesem Moment zwinge ich mich, nicht aufzustehen, um zum Kühlschrank, Handy oder zur Waschmaschine zu laufen und mich abzuhalten, von dem, was ich eigentlich tun möchte:

Fokussiert und bewusst arbeiten.

Fest steht: Sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren ist im Laufe der Zeit schwieriger geworden. Große, laute Schulklassen machen Lehrern und Kindern zu schaffen. Die Geräuschkulisse in Großraumbüros zehrt an den Nerven. Berufspendler und Dienstreisende leiden unter dem Chaos auf den Straßen und Schienen. Dazu kommen WhatsApp-Nachrichten, Emails und Social Media-„Plings“, die uns immer wieder aus unseren Gedanken reißen.

4 einfache Tipps für ein konzentriertes Arbeiten

Die Vorstellung, bewusst zu arbeiten und dadurch effektiv das Ziel zu erreichen ist wundervoll. Doch wie soll das gehen? Arbeiten ohne Ablenkung? Im Grunde ist es ganz einfach. Es erfordert nur ein wenig Disziplin und Übung. Versuchen Sie einmal folgende Tipps:

  1. Setzen Sie sich vor Ihrer Arbeit die Absicht „bewusst zu arbeiten“ und gestalten Sie dafür einen entsprechenden Arbeitsplatz: Stellen Sie das Handy ab, ignorieren Sie Emails und loggen Sie sich bei Facebook aus. Stellen Sie ein Getränk und etwas zum Knabbern bereit. So brauchen Sie nicht in absehbarer Zeit wieder aufzustehen.
  2. Planen Sie ihre Arbeit zu Beginn: Wie lange möchten Sie an dieser Arbeit sitzen? Wie umfangreich soll sie werden und welcher Qualität soll sie genügen? So begrenzen Sie sich und Ihre Arbeit direkt von Anfang an.
  3. Halten Sie regelmäßig inne und überprüfen Sie den Fortschritt Ihres Vorhabens. Entspricht die Arbeit dem erstellten Plan? Sind Sie noch ganz bei der Sache?
  4. Spüren Sie von Zeit zu Zeit in Ihren Körper hinein. Wie fühlt er sich an? Werden Sie müde? Dann machen Sie lieber eine Pause. Aber eben ganz bewusst. Und zwar nicht am Handy, sondern bei einem kleinen Spaziergang oder mit einer meditativen Übung.

Ich begrenze mich und beende diesen Text. Übrigens habe ich meinen Sitzplatz nicht verlassen. Es fühlt sich schön an und ich sehe meinen Vater vor meinem geistigen Auge schmunzeln!

Herzlichst,

Ihre Anna Kötting

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