Hochsensibilität

Sagen Sie, wie geht’s Ihnen, wenn Sie in der letzten Zeit an jedem Zeitungsstand oder Bücherladen über das Thema „Hochsensibilität“ stolpern? Atmen Sie erleichtert auf und fühlen sich endlich verstanden?

Oder sind Sie genervt von diesem ganzen Hype? Befürchten Sie  ein neues Modethema, mit dem Beratungsangebote einfach nur Geld verdienen wollen und sträuben Sie sich gegen Schubladendenken: „Hochsensibel“ oder – ja was eigentlich …  „normal sensibel“?

Ganz ehrlich? Für mich gilt beides. Mal fühle ich mich erleichtert, mal genervt.

Aber worum geht’s eigentlich?

Hektik, Stress, und ein hohes Lebenstempo haben in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zugenommen. Die Auswirkung: Ermüdung, Depression und Burn-Out. Ein achtsamer Lebensstil ist für jeden empfehlenswert - ob hochsensibel oder nicht.

Was ist nun anders bei Hochsensiblen?

  1. Hochsensible Menschen nehmen aufgrund neurobiologischer Besonderheiten mehr Reize als andere Menschen auf und verarbeiten diese ausführlicher und genauer. Sie fühlen sich daher schneller überreizt.
  2. Sie brauchen viel mehr Zeit, um die Menge der Reize zu verarbeiten.

Und dies wirkt in alle Lebensbereiche hinein: den Beruf, das Zusammenleben in der Familie oder Partnerschaft, den Alltag. Sie prägt auch das Erleben hochsensibler Kinder in Schule, Kindergarten oder in ihrer Freizeit …

Die Auswirkungen der Hochsensibilität sind für den einen größer, den anderen geringer. Dies ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie Veranlagung, körperliche Eigenschaften, Erziehung und tiefgreifende Ereignisse und Erfahrungen im Leben.

Für viele sind Erschöpfung und Hochsensibilität untrennbar miteinander verbunden. Andere leiden unter körperlichen oder psychischen Erkrankungen.

Das Wissen um die eigene Hochsensibilität

Unsere hohe Empfindsamkeit wird vermutlich für immer zu uns gehören. Zeit also, unser Leben an der ein oder anderen Stelle so zu verändern, dass es besser zu uns passt.

Wissen wir um Hochsensibilität, dann verstehen wir uns selbst besser. Uns wird klar, warum wir nach 2 Stunden Shoppen in der Stadt plötzlich schlechte Laune bekommen und so schnell wie möglich dem Rummel entkommen möchten. Oder warum das anregende Gespräch mit der besten Freundin am Vorabend beim Wein noch lange am nächsten Tag in uns nachwirkt …

Was können wir tun ?

Im nächsten Schritt können wir peu à peu unser Leben neu gestalten. In dem wir  lernen, uns in dieser Gesellschaft mit diesem Persönlichkeitsmerkmal zu akzeptieren. In dem wir unsere eigenen Bedürfnisse wieder wahrnehmen und respektieren (z. B. unserem Bedürfnis nach Ruhe mehr nachgeben und am Wochenende mal 10 Stunden durchschlafen, ich liebe es!). Uns öfter morgens vornehmen, einen Punkt von der to-do-Liste zu streichen und dafür das tun, was uns Spaß macht (im Grünen spazieren gehen, zum Beispiel ... im Übrigen tut das mit Sicherheit jedem gut, ob hochsensibel oder nicht) Und in dem wir die Hochsensibilität immer mehr als berechtigten Teil von uns begreifen, der uns das Leben intensiver wahrnehmen lässt und mit Sicherheit einen Sinn hat.

Sie haben Lust auf mehr Anregungen? Hier sind 2 Ideen für Sie:

  1. Stöbern Sie bei einer Tasse Tee in meinem Blog
  2. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit mir und wir entdecken gemeinsam, wie Sie Ihre Hochsensibilität am besten leben können.
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